Mono Pro 5-0 - FADENLIFTING - PDO

Definition und Wirkprinzip

Fadenlifting mit Polydioxanon (PDO)-Fäden ist ein minimalinvasives Verfahren der ästhetischen Medizin, bei dem resorbierbare Fäden in die Haut und das subkutane Gewebe eingebracht werden. PDO ist ein synthetisches, biokompatibles Polymer, das vom Körper über einen Zeitraum von etwa 6–8 Monaten abgebaut wird.

Das Wirkprinzip basiert auf zwei Mechanismen:

  • Mechanische Anhebung: Die Fäden mit Widerhaken oder Kegeln greifen in das Gewebe und ermöglichen eine sofortige Straffung durch Zugkraft.
  • Biologische Stimulation: Die Fadenpräsenz regt die körpereigene Kollagen- und Elastinsynthese an, was zu einer längerfristigen Hautverbesserung führt.

Indikationen und Patientenauswahl

Fadenlifting eignet sich für Patienten mit leichter bis mittlerer Hauterschlaffung und Volumenverlust. Typische Indikationen sind:

  • Gesichtskonturierung (Wangen, Kinn, Kieferlinie)
  • Stirnlifting und Augenbrauenlifting
  • Nackenstraffung
  • Halsbereich und Dekolleté
  • Oberarmstraffung

Ideal sind Patienten mit guter Hautqualität, realistischen Erwartungen und ohne aktive Infektionen oder Gerinnungsstörungen. Eine ausführliche Anamnese und Kontraindikationsprüfung ist erforderlich.

Behandlungsablauf

Vorbereitung: Gründliche Reinigung und Desinfektion des Behandlungsareals. Lokale Anästhesie oder Tumeszenz-Anästhesie wird appliziert.

Fadeneinsatz: Mit Hilfe von Kanülen oder speziellen Einführungssystemen werden die PDO-Fäden in vordefinierte Ebenen (dermis, subkutan) eingebracht. Die Fadenlänge und -anzahl richten sich nach Behandlungsareal und Zieleffekt.

Positionierung: Die Fäden werden in Zugrichtung positioniert und ggf. fixiert. Der Behandler kann die Spannung unmittelbar anpassen.

Nachsorge: Kühlung, Vermeidung von Druck und intensiver Mimik für 1–2 Wochen. Leichte Schwellungen und Hämatome sind normal und klingen ab.

Fadentechniken und Varianten

Es gibt verschiedene PDO-Fadentechniken:

  • Smooth Threads: Glatte Fäden für subtile Volumisierung und Hautverbesserung.
  • Barbed/Cog Threads: Fäden mit Widerhaken für stärkere Anhebung und Fixation.
  • Screw/Spiral Threads: Spiralförmige Fäden für Volumisierung und Konturierung.

Abgrenzung zu verwandten Verfahren

Im Unterschied zu permanenten Fadenliftings (z. B. mit Polypropylen) sind PDO-Fäden resorbierbar und bieten ein geringeres Risiko für Langzeitkomplikationen. Gegenüber Fadenlifting mit anderen Materialien (z. B. PLLA, PCL) hat PDO eine kürzere Resorptionszeit und ist etabliert.

Fadenlifting unterscheidet sich von Dermal Fillern durch den mechanischen Lifting-Effekt und die Kollagenstimulation. Es kann ergänzend zu Fillern oder anderen Verfahren eingesetzt werden.

Ergebnisse und Haltbarkeit

Erste Ergebnisse sind unmittelbar nach der Behandlung sichtbar. Die optimale Wirkung entwickelt sich über 4–8 Wochen durch die Kollagenneubildung. Die Haltbarkeit liegt typischerweise bei 12–18 Monaten, abhängig von Fadenmaterial, Technik und individuellen Faktoren.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Fadenlifting-Behandlung mit PDO-Fäden?
Eine typische Fadenlifting-Sitzung dauert 30–60 Minuten, abhängig von Behandlungsareal und Fadenmenge. Die genaue Dauer hängt von der individuellen Planung und Technik ab.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen sind möglich?
Häufig treten vorübergehend Schwellungen, Hämatome und leichte Schmerzen auf. Selten können Infektionen, Fadenmigration oder Granulombildung auftreten. Eine sachgerechte Technik und Nachsorge minimieren Risiken.
Können PDO-Fäden mit anderen Behandlungen kombiniert werden?
Ja, Fadenlifting lässt sich mit Dermal Fillern, Botulinumtoxin oder anderen ästhetischen Verfahren kombinieren. Zeitliche Abstände und Wechselwirkungen sollten beachtet werden.
Wie lange sind PDO-Fäden im Körper?
PDO-Fäden werden vom Körper über etwa 6–8 Monate resorbiert. Die mechanische Wirkung ist unmittelbar, die biologische Stimulation wirkt über einen längeren Zeitraum.
Für welche Gesichtsbereiche ist Fadenlifting besonders geeignet?
Besonders geeignet sind Wangen, Kieferlinie, Kinn, Stirn und Augenbrauen. Auch Hals, Nacken und Dekolleté können behandelt werden. Die Auswahl richtet sich nach Anatomie und Patientenwunsch.
Welche Kontraindikationen gibt es?
Kontraindikationen sind aktive Infektionen, Gerinnungsstörungen, Schwangerschaft, bestimmte Autoimmunerkrankungen und Überempfindlichkeit gegen Fadenmaterial. Eine gründliche Anamnese ist erforderlich.
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