
Was sind Polynukleotide (PDRN)?
Polynukleotide (PDRN) sind Gemische aus Desoxynukleotiden, die aus Fischrogen (meist Lachsrogen) gewonnen werden. Sie bestehen aus kurzkettigen DNA-Fragmenten und werden in der ästhetischen Medizin als Biostimulanzien verwendet. Die Substanz wird durch Injektion in die Haut appliziert und soll biologische Regenerationsprozesse unterstützen.
Wirkprinzip
Polynukleotide wirken über mehrere Mechanismen:
- Zellstimulation: Die Nukleotide werden von Fibroblasten aufgenommen und können die Kollagen- und Elastinsynthese anregen.
- Entzündungsmodulation: PDRN kann immunmodulatorische Effekte ausüben und die Wundheilungsantwort beeinflussen.
- Hydratation: Die Substanz kann Wasser binden und zur Hautfeuchte beitragen.
- Gewebeumbau: Durch die Stimulation von Fibroblasten soll eine Remodellierung des Bindegewebes gefördert werden.
Indikationen
Polynukleotide werden in der ästhetischen Praxis für folgende Indikationen erwogen:
- Hauterschlaffung und Elastizitätsverlust
- Feine Falten und oberflächliche Faltenbildung
- Hautstrukturverbesserung und Texturoptimierung
- Hydratation und Glow-Effekt
- Narbenbehandlung (oberflächliche Narben)
- Behandlung von Augenringen und periokulärer Haut
Patientenauswahl
Geeignete Kandidaten sind Patienten mit:
- Zeichen vorzeitiger Hautalterung
- Wunsch nach subtiler Hautverbesserung ohne volumetrischen Effekt
- Guter Compliance für Behandlungsserien
Kontraindikationen umfassen aktive Infektionen im Behandlungsareal, bekannte Überempfindlichkeit gegen Fischprodukte und Schwangerschaft. Eine sorgfältige Anamnese ist erforderlich.
Behandlungsablauf
Die Behandlung erfolgt typischerweise durch intradermale oder subkutane Injektion. Der genaue Injektionstiefenplan hängt vom verwendeten Produkt und der Indikation ab. Meist werden mehrere Sitzungen im Abstand von 1–4 Wochen empfohlen. Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm; eine topische Anästhesie kann angewendet werden. Unmittelbar nach der Injektion können leichte Rötung und Schwellung auftreten, die üblicherweise innerhalb von Stunden bis Tagen abklingen.
Abgrenzung zu verwandten Verfahren
Polynukleotide unterscheiden sich von anderen Biostimulanzien wie Hyaluronsäure-Fillern durch ihren primären Fokus auf Geweberemodellierung statt Volumenaufbau. Im Gegensatz zu Radiofrequenz oder Laser wirken PDRN nicht thermisch. Sie unterscheiden sich auch von Mesotherapie-Cocktails durch ihre spezifische Zusammensetzung und das definierte Wirkprinzip. Kombinationen mit anderen Substanzen (z. B. Hyaluronsäure) sind möglich und werden in der Praxis teilweise durchgeführt.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Polynukleotide gelten als gut verträglich. Häufige, vorübergehende Reaktionen sind Rötung, Schwellung und gelegentlich Blutergüsse an der Injektionsstelle. Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Eine genaue Dokumentation und Aufklärung des Patienten sind erforderlich.
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Häufige Fragen
Wie unterscheiden sich Polynukleotide von Hyaluronsäure-Fillern?
Was sind Polynukleotide (PDRN)?
Polynukleotide (PDRN) sind Gemische aus Desoxynukleotiden, die aus Fischrogen (meist Lachsrogen) gewonnen werden. Sie bestehen aus kurzkettigen DNA-Fragmenten und werden in der ästhetischen Medizin als Biostimulanzien verwendet. Die Substanz wird durch Injektion in die Haut appliziert und soll biologische Regenerationsprozesse unterstützen.
Wirkprinzip
Polynukleotide wirken über mehrere Mechanismen:
- Zellstimulation: Die Nukleotide werden von Fibroblasten aufgenommen und können die Kollagen- und Elastinsynthese anregen.
- Entzündungsmodulation: PDRN kann immunmodulatorische Effekte ausüben und die Wundheilungsantwort beeinflussen.
- Hydratation: Die Substanz kann Wasser binden und zur Hautfeuchte beitragen.
- Gewebeumbau: Durch die Stimulation von Fibroblasten soll eine Remodellierung des Bindegewebes gefördert werden.
Indikationen
Polynukleotide werden in der ästhetischen Praxis für folgende Indikationen erwogen:
- Hauterschlaffung und Elastizitätsverlust
- Feine Falten und oberflächliche Faltenbildung
- Hautstrukturverbesserung und Texturoptimierung
- Hydratation und Glow-Effekt
- Narbenbehandlung (oberflächliche Narben)
- Behandlung von Augenringen und periokulärer Haut
Patientenauswahl
Geeignete Kandidaten sind Patienten mit:
- Zeichen vorzeitiger Hautalterung
- Wunsch nach subtiler Hautverbesserung ohne volumetrischen Effekt
- Guter Compliance für Behandlungsserien
Kontraindikationen umfassen aktive Infektionen im Behandlungsareal, bekannte Überempfindlichkeit gegen Fischprodukte und Schwangerschaft. Eine sorgfältige Anamnese ist erforderlich.
Behandlungsablauf
Die Behandlung erfolgt typischerweise durch intradermale oder subkutane Injektion. Der genaue Injektionstiefenplan hängt vom verwendeten Produkt und der Indikation ab. Meist werden mehrere Sitzungen im Abstand von 1–4 Wochen empfohlen. Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm; eine topische Anästhesie kann angewendet werden. Unmittelbar nach der Injektion können leichte Rötung und Schwellung auftreten, die üblicherweise innerhalb von Stunden bis Tagen abklingen.
Abgrenzung zu verwandten Verfahren
Polynukleotide unterscheiden sich von anderen Biostimulanzien wie Hyaluronsäure-Fillern durch ihren primären Fokus auf Geweberemodellierung statt Volumenaufbau. Im Gegensatz zu Radiofrequenz oder Laser wirken PDRN nicht thermisch. Sie unterscheiden sich auch von Mesotherapie-Cocktails durch ihre spezifische Zusammensetzung und das definierte Wirkprinzip. Kombinationen mit anderen Substanzen (z. B. Hyaluronsäure) sind möglich und werden in der Praxis teilweise durchgeführt.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Polynukleotide gelten als gut verträglich. Häufige, vorübergehende Reaktionen sind Rötung, Schwellung und gelegentlich Blutergüsse an der Injektionsstelle. Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Eine genaue Dokumentation und Aufklärung des Patienten sind erforderlich.







